mit dem Gemeindeteil Zauche und den Ortsteilen Jetsch und Schiebsdorf
Die Gemeinden Jetsch und Schiebsdorf schlossen sich im Rahmen der Gemeindegebietsreform zum 31.12.2002 der Gemeinde Kasel-Golzig an. Beide Gemeinden sind nunmehr Ortsteile der Gemeinde Kasel-Golzig.
Die Gemeinde Kasel-Golzig entstand durch die Zusammenlegung der Dörfer Kasel und Golzig, zwei ursprüngliche Gassendörfer, die durch die Berste getrennt waren. Beide Dörfer verfügten über ein Rittergut mit einem Schloss. Heute gehen beide Dörfer nahtlos ineinander über und bilden im Prinzip ein Straßendorf. Später kam das Dorf Zauche hinzu.
In der ersten Niederschrift am 23. März 1296 wird Golzig als "Golcz" benannt. Die erste urkundliche Erwähnung fand Kasel als "Kazelow" am 23. August 1407. Erst ab 5. September 1527 weist der sorbische Name "Suchan" auf das Dorf Zauche hin. Zauche ist ein Zeilendorf, welches dadurch charackterisiert ist, dass sich das Wohnhaus auf der einen und Ackerfläche mit Scheune auf der anderen Straßenseite befinden. Die Dörfer Kasel, Golzig und Zauche waren Bauerndörfer und wurden durch die betriebene Landwirtschaft geprägt
Nördlich von Kasel liegt in der Niederung ein slawischer Ringwall, der "Borchelt" oder "Burgberg" genannt wird. Ebenfalls etwas außerhalb der Ortslage befindet sich die Glaswerkstatt der Glaskünstlerin Beate Bolender.
Sehenswürdigkeiten
- Schloss
 Der gesamte Schlosskomplex im klassizistischen Stil wurde durch den damaligen Grundbesitzer, Friedrich Carl Leopold Reichsgraf zu Solms-Baruth, als Putzbau in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut. Nach verschiedenen Nutzungen des Schlosses, wie Schulbetrieb (1946-1977), Touristenstation für Kinder und Jugendliche sowie Schullandheim (1991-1993), steht es nun leer. Der das Schloss umgebene Park ist eine besonders schöne Anlage, in welchem der Küchenteich und die Berste reizvoll integriert wurden.

- Kirche in Kasel-Golzig
Die Kirche in Kasel-Golzig ist ein spätmittelalterlicher rechtwinkliger Findlingsbau, untermischt mit Backsteinen. Die Westwand wurde später massiv aus Backsteinen gefertigt. Der Kirchturm hat einen hölzernen Schaft und eine Haube. Die Kanzel und der Altar stammen aus der Wende des 17. Jahrhunderts .
Ortsteil Jetsch
Das Dorf entstand vermutlich um 1200 durch die Besiedlung der Wenden. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte am 24. März 1358. Jetsch ist von seiner Siedlungsanlage her ein Gassen- bzw. Straßendorf mit einem Rittergutsbereich. Der Name des Dorfes ist wendischen Ursprungs und bedeutet "Igelfluß" oder auch "Sumpfland". Große Teile des Wiesenlandes wurden für die landwirtschaftliche Nutzung tockengelegt. Nördlich von Jetsch erstreckt sich das Baruther Urstromtal und südlich das Luckauer Becken- und Heideland. Auf dem Weg nach Jetsch liegt östlich eine kontinuierlich betriebene Wassermühle an der Dahme, die Vordermühle.
Besonders sehenswert im Ort ist die Dammwildzucht des Jetscher Bauern Damian, der diese, neben der Dorfanlage auf einem großen eingezäunten Wiesengelände zum Waldrand hin betreibt.
Sehenswürdigkeiten
- Kirche
Die Kirche ist ein spätmittelalterlicher rechteckiger Findlingsbau, welcher mit Backsteinen untermischt ist. Die Westwand wurde später massiv aus Backsteinen gefertigt. Der Kirchturm hat einen hölzernen Schaft und eine mehrfach geschwungene, zinnbedeckte, kugelförmige Haube. Die Kanzel und der Altar stammen aus der Wende des 17. Jahrhunderts.
Gemeinde Schiebsdorf
Schiebsdorf ist die kleinste amtsangehörige Gemeinde im Amt Golßener Land. Die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde als "Schipsdorph" erfolgte am 20. Februar 1345. In der altwendischen Siedlung wurde bis Ende des 19. Jahrhunderts noch wendisch gesprochen. Schiebsdorf ist ein typisches Zeilendorf, kennzeichnend dafür sind die einseitige Bebauung mit Wohnhaus, die dahinter liegende Scheune und Ackerfläche.
Nach mehrfachem Besitzerwechsel gehörte Schiebsdorf von 1572 bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Ratsdorf der Stadt Luckau.
Die 1792 erbaute Bockwindmühle war die letzte Windmühle im Amt Golßener Land. Das Gerüst der Windmühle wurde 1997 abgetragen und in Fürstlich Drehna eingelagert. Nördlich des Ortes durchfließen Gräben und Flüsse die Acker- und Grünflächen und von Süden und Osten reicht Wald bis an die Dorflage.
Sehenswürdigkeiten
- Dorfansicht
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