Stadt Golßen


mit den Stadtteilen Altgolßen, Landwehr und Prierow, den Ortsteilen Mahlsdorf und Zützen mit den Gemeindeteilen Gersdorf und Sagritz

Fläche:            63,3 km²
Einwohner:     2002 2.929
                      

Golßen ist eine Kleinstadt der Niederlausitz, Amtssitz des Amtes Golßener Land im Landkreis Dahme-Spreewald im Land Brandenburg. Zu Golßen gehören die Stadtteile Altgolßen, Landwehr und Prierow sowie die Ortsteile Mahlsdorf und Zützen mit den Gemeindeteilen Gersdorf und Sagritz.

Die Stadt Golßen entwickelte sich im 12. Jahrhundert zur Zeit der Ostkolonisation. Die älteste erhalten gebliebene Urkunde der Stadt Golßen weist als Datum den 21. Oktober 1276 auf. Die Anlage der Stadt zeigt eine Angersiedlung auf deren Mitte sich der Marktplatz befindet.
Der Stadtkern ist geprägt von um 1900 erbauten Bürgerhäusern, dem Rathaus, ein Backsteinbau im neugotischen Stil und der klassizistischen Kirche.

Sehenswürdigkeiten

  • Marktansicht in Golßen
  • Rathaus; von 1904-1906 erbauter Backsteinbau im neugotischen Stil
  • Kirche; im klassizistischen Stil, 1845 vollendet
  • Schloß; zweigeschossiger Putzbau, wurde um 1723 von Johann Just Vieth, der sich später zu Vieth von Golßenau adeln ließ, erbaut; Innenarchitektur trägt barocke und klassizistische Merkmale; am Schloß schließt sich ein Landschaftspark an mit seltenen Baumarten und einem künstlich angelegten Teich
  • Kirche in Altgolßen; eine der ältesten Kirchen in der Niederlausitz
  • Kirche in Mahlsdorf; die Mahlsdorfer Kirche wurde nach zweijähriger Bauzeit 1899 fertiggestellt und ist in ihrem Baustil einzigartig

     

Ortsteil Zützen

Zützen ist seit dem 31.12.2002 Ortsteil der Stadt Golßen. Er befindet sich 3,5 km südöstlich von Golßen, am Rande des Baruther Urstromtales. Durch den Ort führt die Bundesstraße B96, die Berlin und Dresden verbindet. Zum Ortsteil gehören auch der 1,5 km östlich gelegene Gemeindeteil Gersdorf und der 1,5 km westlich gelegene Gemeindeteil Sagritz.

Zützen bestand schon vor der Zeit der Germanisierung und war Siedlung der Slawen, die den Raum der Lausitz dünn besiedelten. Zützen als Angerdorf angelegt wurde erstmals im Jahr 1359 als "Zckuczin" urkundlich erwähnt. Den Ort Sagritz schrieb man 1363 "Saguriza", was soviel hieß wie "Hinter dem Berglein". "Dorf der Schwermütigen" lautete die erste Nennung1397 für den Ort Gersdorf. Gersdorf ist ein kleines Gassendorf, welches in früheren Jahrhunderten auch wendisch Gersdorf genannt wurde. Zu beiden Dörfern gehörte ein kleines Rittergut.

Von Zützen aus gibt es Radwanderwege nach Kasel-Golzig, Jetsch und Golßen. Golßen erreicht man über Sagritz, vorbei an der Kanowmühle und den Golßener Fischerteichen. Die Kanowmühle liegt landschaftlich idyllisch und ist eine der wenigen noch funktionstüchtigen Wassermühlen. Sie ist heute Touristenmagnet mit Besichtigungs- und gastronomischem Serviceangebot.

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche
    Die mittelalterliche Kirche zu Zützen, deren rechteckiges Langhaus ein Findlingsbau ist, steht auf einem ummauerten, von Osten her durch ein Backsteinportal zugänglichen alten Dorffriedhof.

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